Märkte benötigen Regeln, um zu funktionieren. Allerdings muss dazu nicht immer der Gesetzgeber
tätig werden. Eine - oft weit bessere - Alternative zu klassischen Gesetzen sind Verhaltenskodizes.
Diese sind neben EU-Richtlinien, -Verordnungen und nationalen Gesetzen ein wichtiges Element
zur Marktregulierung. Die Teilnehmer verpflichten sich freiwillig, aber verbindlich, wie sie sich zu
verhalten haben. Im Sinne aller Marktteilnehmer werden die Regelungen dabei deutlich schneller
umgesetzt als Gesetze, die meist langwierige Gesetzgebungsprozesse durchlaufen müssen. So
profitieren neben den Unternehmen auch Gesetzgeber, Öffentlichkeit und Konsumenten vom
Kodex. Allerdings: Ein Kodex kann seine Wirkung nur entfalten, wenn er von allen beteiligten
Parteien ernst genommen wird und Sanktionen im Ernstfall auch umgesetzt werden. Beispiele:
FST-Verhaltenskodex (www.fst-ev.org) Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter
e. V. (www.FSM.de), Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (www.fsf.de), Unterhaltungssoftware
Selbstkontrolle (www.usk.de).