GSM-R (Global System for Mobile Communications Railway) baut als Mobilfunksystem
auf dem weltweit dominierenden GSM-Standard auf und ist für die Verwendung bei den
Eisenbahngesellschaften angepasst. Mehrere Gremien - zusammengesetzt aus Teilnehmern der
Bahn und der Industrie in verschiedenen europäischen Ländern haben sich auf diesen Standard
geeinigt. 1997 gab es dazu eine Verständigung von 32 Bahnen, im Jahr 2000 haben 16 Bahnen eine
Absichtserklärung darüber abgegeben, bis 2003 mit der Implementierung von GSM-R zu beginnen.
GSM-R wurde für die Frequenzbereiche 876-880 MHz (Uplink) und 921-925 MHz (Downlink)
spezifiziert. Neben Sprachkommunikation, die unter anderem auch Gruppenrufe, Prioritäten und
ein Verdrängen niedriger priorisierter Gespräche unterstützt, soll GSM-R vor allem auch der
Zugsicherung dienen. Die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main ging am 1. August 2002 als erste, nur
auf GSM-R basierende Strecke in Betrieb.