Um den Standort eines Anwenders zu ermitteln ist die bisher übliche Ortungstechnologie GPS (Global Positioning System) auf Sichtkontakt zu den Satelliten angewiesen, die die Erde in 20.000 Kilometern Höhe umkreisen. Die Signale von mindestens drei Satelliten muss ein Ortungsgerät empfangen, um die Position zu bestimmen. Dabei kann es mit einem herkömmlichen GPS-Empfänger mehrere Minuten bis zum Empfang von Satelliten-Navigationsdaten dauern, um daraus eine Position zu berechnen. In Häuserschluchten von Großstädten oder in Gebäuden sind die Signale der Satelliten oft so schwach, dass GPS nicht zuverlässig funktioniert. Bei A-GPS erhält das Endgerät aus dem Mobilfunknetz Daten zu Umlaufbahn, Frequenzen und Funktionsfähigkeit der Satelliten und kann auch schwächere Satellitensignale sekundenschnell erkennen und auswerten. Die A-GPS-Technik nutzt dabei die Funkverbindung zwischen Basisstation und Endgerät, um diese Satellitendaten (Assisted Data) in wenigen Sekunden zu übertragen. Das spart im Vergleich zu herkömmlichen GPS Zeit und Energie (Akkulaufzeit). Statt Minuten dauert es sogar bei schlechten Empfangsbedingungen nur noch wenige Sekunden, bis man nach Einschalten des Gerätes die exakten Koordinaten erhält. Durch die höhere Verfügbarkeit funktioniert Assisted-GPS auch in geschlossenen Räumen, wie etwa in Museen und Restaurants, was zum Beispiel virtuelle Stadtführungen und Indoor-Applikationen mit dem Handy ermöglicht. Der Nutzer kann sich dabei in der fremden Stadt von Ort zu Ort führen lassen. Auch bei Autounfällen ist der Einsatz der A-GPS-Lösung angedacht. Die Position der geschädigten Personen kann damit schnell an Rettungszentralen übermittelt werden.